plant portraits - DENIS WALTER

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PLANT PORTRAITS

Es gibt viele verschiedene Weisen die Natur zu verstehen. Fest steht, dass Naturverständnisse die Konzeptionen zur Umweltbildung prägen und Naturerfahrung zum Umwelthandeln motiviert (1). Eine Sichtweise ist das Wechselwirkungsgefüge zwischen Mensch und Natur durch die Möglichkeit der Identifikation mit einer selbst zu gestaltenden Natur. Der Mensch ist in die Natur eingeschlossen und zugleich Teil und Gegenüber der Natur. Er steht der Natur mit seinem technischen Können und Bewusstsein als Gestalter und Veränderer gegenüber und bleibt dennoch als Lebewesen ein Teil der Natur (2). Meine Intention ist, dass die Portraitserie "Plant Portraits" auf symbolischer Ebene die Verbindung von Mensch und Natur andeutet.

Waldnaturschutz
Dieses kreative Projekt soll auf das Thema Umweltschutz aufmerksam machen und speziell den Waldnaturschutz unterstützen. Die Naturschutzorganisation NABU veranstaltet hierzu das Spendenprojekt "Urwald von morgen". Es werden Waldflächen erworben, um diese dauerhaft aus der Nutzung zu nehmen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Wälder Lebensraum bleiben und sich ungestört entwickeln können.

"Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand."
Charles Darwin

Wälder liegen in der Verantwortung des Menschen
In Deutschland ist Wald Bedeutungsträger und zugleich Mythos. Es gibt eine Vielzahl von Erzählungen, welche sich um den Wald ranken. Ebenso ist er zentrales Ökosystem und rückt bei politischen Themen durch den Klimawandel und seine Folgen in den Vordergrund. Heute ist ungefähr ein Drittel der gesamten deutschen Landesfläche bedeckt mit Wald. Seit Beginn der Waldzustandserhebung 1984 zeigen die Ergebnisse einen deutlich negativen Trend bei der Entwicklung des Baumkronenzustandes. Allgemein ist festzuhalten: Vier von fünf Bäume in unseren Wäldern sind geschädigt (3). Doch Wälder sind Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze und dienen dem Menschen zur Erholung. Menschen leiden beispielsweise umso weniger an Zivilisationskrankheiten und Depressionen, je grüner ihr Wohnumfeld ist (4). Darüber hinaus müssen Wälder Klimawandel, Wetterextreme und Dürre standhalten können. Naturnahe Waldökosysteme müssen folglich geschützt und aufgebaut werden und übernehmen eine wichtige Rolle bei Klimaschutz und Artenvielfalt. Die Natur ist schützenswert und unabdingbar für unser Überleben auf diesem Planeten.

Ein kleiner Ausschnitt der Fotoserie:
Quellen:
1. vgl. Gropengießer, H.; Harms, U. & Kattmann, U. (Hrsg.). (2013). Fachdidaktik Biologie. Hallbergmoss: Aulis Verlag.
2. vgl. Kattmann, U. (1997). Der Mensch in der Natur. Die Doppelrolle des Menschen als Schlüssel für Tier- und Umweltethik. Wahrnehmen der Doppelrolle des Menschen. Ethik und Sozialwissenschaften, 8(2), 123-131 u. 8(2), 186-194.
3. vgl. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Referat 515 – Nachhaltige Waldbewirtschaftung (Hrsg.). (2022). Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2021. Bonn: BMEL.
4. vgl. Maas, J., Verheij, R. A., Vries, S. de, Spreeuwenberg, P. & Schellevis, F. G. (2009). Morbidity is related to a green living environment. Journal of Epidemiology and Community Health, 63, 967-973.
© 2022 Denis Walter
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